Michael Uhrmann ist neuer deutscher Meister
Severin Freund bestätigte seine gute Leistung aus dem Probedurchgang und nahm die Führung nach dem ersten Durchgang ein. Der Bayer zog seinen Sprung bis auf 135.0 Meter und bekam von den Haltungsrichtern dreimal die Note 19. Am Ende des Tages sollte dies auch die Tagesbestweite sein. Michael Uhrmann nahm zu diesem Zeitpunkt des Springens noch Rang zwei ein. Sein Abstand zu Freund betrug aber lediglich 4.6 Punkte. Auf Platz drei lag Michael Neumayer bereits mit über zehn Punkten Rückstand. Bester Nicht-Bayer war zu diesem Zeitpunkt Titelverteidiger und Lokalmatador Andreas Wank. Er lag, wie auch der fünftplatzierte Martin Schmitt, noch in Schlagdistanz zu Neumayer. Das Trio trennten noch nicht einmal drei Punkte.
Im zweiten Durchgang setzten sich im Kampf um die Podestplätze die Arrivierten durch. Michael Uhrmann brachte den weitesten Sprung in das Tal und zog so an Severin Freund vorbei zu Gold: „Mein Anspruch war schon, dass ich gewinnen wollte. Weil ich weiß, dass ich in Deutschland die letzten Jahre eigentlich immer mit zu den besten Springern gehört habe. Ich wollte angreifen im zweiten Sprung und Platz eins bekommen. Ich hätte aber gar nicht so gedacht, dass das klappt, da der Severin sehr gut gesprungen ist.“ Freund erreichte allerdings diesmal nur die sechstbeste Punktzahl und landete bereits acht Meter früher als sein größter Konkurrent im Kampf um den Tagessieg. In der Addition sollte es noch nicht einmal mehr für einen Podestplatz reichen. Martin Schmitt durfte sich über Bronze und, laut eigener Aussage, „einen ganz guten Wettkampf“ freuen, dies allerdings nur 1.1 Punkte vor Freund. Michael Neumayer errang Silber, wobei auch er nur hauchdünn seinen Platz einnahm – zwischen ihm und Schmitt lagen 0.8 Zähler. Andreas Wank wurde auf seiner Heimschanze Fünfter. Bester Junior war Marinus Kraus, der für eine kleine Überraschung sorgte. Zwischen zahlreichen Senioren und Weltcupstartern platzierte er sich auf dem sechsten Rang.
